Siegenia verankert Universal Design in seinem '360 RoomComfort'-Konzept. Der Fenster- und Türbeschlaghersteller positioniert Barrierefreiheit damit nicht als Nischenlösung, sondern als Standard-Verkaufsargument.
Das Signal ist klar: Die Branche beginnt, Accessibility als Marktchance zu entdecken. Während Barrierefreiheit lange als Kostenposition galt, wird sie zunehmend zum Differenzierungsfaktor. Bauherren und Architekten fordern smarte Lösungen, die nicht nach Behindertengerecht aussehen – und Beschlaghersteller müssen mitziehen.
Für Fenster- und Türenhersteller bedeutet das konkret: Wer Siegenia-Beschläge verbaut, kann die Barrierefreiheit nun als Produktfeature kommunizieren. Das eröffnet neue Ausschreibungsargumente im Mehrfamilienhaus- und Gewerbebau. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob dies ein echtes Produktversprechen ist oder primär Marketing – sprich: wie weit geht die Integration in Entwicklung und Normierung?
Der Markt wird das klären. Für Entscheider im Fenster- und Türenbau gilt: Hersteller, die sich nicht mit dem Thema beschäftigen, könnten bei großvolumigen Projekten zu kurz kommen.